Editorial: Redaktionspläne für 2017

Editorial Das Polen Magazin

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich wünsche Ihnen allen ein friedliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2017!

Wie Sie wohl bemerkt haben, gab es nicht viele neue Artikel im Polen Magazin während der letzten Wochen. Das war nicht nur den Feiertagen geschuldet, sondern auch krankheitsbedingt. Nun soll es mit frischem Elan wieder losgehen und Sie werden wieder regelmäßig Neues und Hintergründe aus Polen lesen.

Was haben wir nun vor im neuen Jahr 2017? Zunächst einmal einen Rückblick auf das für Polen so turbulente Jahr 2016, der auch eine Bilanz des ersten Jahrs der PiS-Regierung ist. Auch im kommenden Jahr werden wir die politische, gesellschaftliche und politische Entwicklung in Polen weiterverfolgen.

Ein Schwerpunkt-Thema im neuen Jahr wird auch das Jubiläum 500 Jahre Reformation sein. Wir werden uns dabei besonders der Geschichte der Reformation in Polen widmen, der lutherischen evangelisch-augsburgischen Kirche und ihrer Geschichte, dazu dem Leben evangelischer Polen in der Diaspora.

Und natürlich wird auch der Bereich „Urlaubsland Polen“ nicht zu kurz kommen mit neuen Entwicklungen und neuen Reisezielen in Polen. Dazu werden wir die Veränderungen in den Städten und Regionen, aber auch Kultur-News vom neuen Museum bis hin zum Mega-Event im Fokus behalten.

Uns allen auf Erden wünsche ich im neuen Jahr vor allem Frieden, Toleranz und Barmherzigkeit, Mitgefühl für die Leidenden und die Menschen, die bei uns Schutz suchen. Das alles aber gibt es nicht umsonst, wir müssen uns Tag für Tag dafür einsetzen. Freiheit, Frieden, Demokratie und eine offene Gesellschaft sind hohe Güter, die verteidigt werden wollen. Das ist zuweilen unbequem aber wir sollten immer wieder aus der neueren Geschichte lernen was passiert, wenn wir den Anfängen nicht wehren. Das gilt für Deutsche, wie für Polen.

Das Komitee zur Verteidigung der Demokratie KOD sammelt die oppositionellen Kräfte parteiübergreifend als zivilgesellschaftliche Organisation. Man hat erkannt, dass Demokratie und Freiheit verteidigt werden müssen gegen ein System der unbeschränkten und zunehmend unkontrollierbaren Macht der regierenden politischen Mehrheit.

Ich wünsche den Polen, dass es gelingt, eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern und bei allen Gegensätzen nicht weiter Menschen, die eine andere politische Meinung vertreten, als „Polen der schlimmsten Sorte“ zu diffamieren. Ich wünsche unseren Nachbarn, dass es gelingt, den Dialog wiederaufzunehmen und Menschen anderer Meinung als Mitmenschen, Mitbürger und auch als Mitchristen zu akzeptieren. Gelingt das, ist ein Wechsel und eine friedliche Umkehr möglich. Dann würde Polen weiter ein weltoffenes und warmherziges Land bleiben, dessen Selbstverständnis nicht auf Ausgrenzung beruht. Das liegt mir am Herzen, denn ich liebe Polen.

 

In diesem Sinne beste Grüße / pozdrawiam serdecznie,

Ihre / Eure

unter

Brigitte Jäger-Dabek


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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".