Beim Anschlag auf das Büro des PiS-Europaabgeordneten Janusz Wojciechowski in Lodz wurde gestern ein Mitarbeiter der nationalkonservativen Oppositionspartei PiS erschossen. Gegen elf Uhr stürmte ein 62jähriger Mann aus Czestochowa in das PiS-Büro und schoss “Tötet Kaczynski” rufend um sich. Er verletzte einen weiteren PiS-Mitarbeiter mit dem Messer lebensgefährlich. Nach dem Anschlag gelang es der Polizei den Angreifer festzunehmen.
Bereits kurz nach dem Anschlag trat Jaroslaw Kaczynski in Warschau vor die Mikrofone und erklärte den Anschlag als Ergebnis der gegen die PiS gerichteten Kampagne des Hasses und machte die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk für den Anschlag verantwortlich. Die Regierung müsse für den Schutz der Parteibüros und ihrer Mitarbeiter sorgen, forderte Kaczynski. Donald Tusk rief die Polen zur Besonnenheit auf.
Parlamentspräsident Grzegorz Schetyna von der regierenden PO kommentierte, in Lodz sei etwas Schreckliches passiert, und die Politiker müssten sich nun Gedanken darüber machen, wie man in Zukunft so etwas verhindern könne. Jerzy Buzek, der Präsident des Europarlaments, drückte seine Empörung über die Tat aus,meldete die Nachrichtenagentur AFP.
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