Die Leiche des entführten polnischen Salesianer-Paters Marek Rybinski (33) wurde am Freitag in Manouba bei Tunis auf dem Gelände der Ordensschule, in der er tätig war, grausam zugerichtet ermordet aufgefunden. Schon vor zwei Wochen hatte der Orden erste Drohbriefe mit Erpressungsversuchen erhalten, doch die tunesische Polizei hatte nichts unternommen.
Marun Elias Laham, Erzbischof von Tunis sieht Zusammenhänge zwischen dem Mord und neu entstehenden islamistischen Bewegungen im Land, die sich vor allem gegen Nichtmuslime richten. Etablierte fundamentalistische Organisationen wie die bisher verbotene fundamentalistisch-islamische Partei Ennahda (Widerstand) jedoch verurteilten den Priestermord bereits.
Das Innenministerium hatte die Vermutungen eines islamistischen Hintergrunds geschürt. In einer ersten Reaktion hatte es geheißen, eine Gruppe extremistischer, faschistischer Terroristen sei hinter der Bluttat zu vermuten. Daraufhin hatten Nachrichtenagenturen verbreitet, dies sei der erste Angriff auf Angehörige einer religiösen Minderheit seit dem Umsturz in Tunesien.
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