Die Polen sind glücklich

Zufriedene Polen, Warschau

Zufriedene Polen, Warschau,

Die Ergebnisse der Sozialdiagnose 2011, einer Studie zur gefühlten Lebensqualität in Polen ergab positivere Resultate als erwartet. Demnach sind 81% der Polen zufrieden mit ihrem Leben, 2% mehr als vor zwei Jahren.
Die reichsten zehn Prozent der Polen verdient 4,19 mal so viel wie die ärmsten 10%. Dieser Faktor ist deutlich angestiegen, vor zwei Jahren war der Faktor 3,96. Dieser wachsende Faktor zeigt auf, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Polen wächst, zumal das Einkommen der ärmsten Polen fällt. Das reale Prokopfeinkommen der armen Haushalte sei von 638 Zloty vor zwei Jahren auf den heutigen Wert von 620 Zloty gefallen.

 

Das graue Bild, wie es in den Medien Polens dargestellt würde, weiche von der Realität stark ab, denn die Polen mit ihrem sonnigen Gemüt seien schließlich zu mehr als drei Viertel zufrieden und würden immer wohlhabender, und das trotz der globalen Krise, erklärt Professor Janusz Czapinski, der Leiter des Studienprojekts. Auch wenn sich eine wachsende Entfernung zu den Nächsten und Liebsten zeige, die der auch in Polen steigenden Alltagshektik geschuldet sei, bliebe die Zufriedenheit mit dem eigenen Privatleben im Vergleich mit anderen europäischen Ländern dennoch hoch.

Die Studie  wird seit 2000 alle zwei Jahre durchgeführt. Befragt werden 26 000 repräsentative Probanden, womit die Studie eine der größten Untersuchungen zur Lebensqualität in Europa ist.

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1472 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".