Warschauer Aufstand – Dossier

Nach dem Warschauer Aufstand, Foto: gemeinfrei

Zum 70. Jahrestag des Warschauer Aufstands

In Polen gibt es einen lebhaften und polarisierten Diskurs um die Bewertung des Warschauer Aufstands. Auf der einen Seite besteht die Meinung, der Aufstand sei nötig gewesen und habe den Willen zur Freiheit heldenhaft demonstriert, dazu habe man fest mit der Hilfe der Roten Armee gerechnet. Die andere Seite vertritt die Meinung, die Erhebung unter führung der Armia Krajowa (Heimatarmee) sei ein unnötiges Blutvergießen gewesen.

In Deutschland hingegen ist der Warschauer Aufstand, der am 1. August 1944 begann, noch immer ein kaum beachtetes Geschichtsereignis. Noch immer fehlen Kenntnisse, noch immer ist das Verständnis gering.

Dem will in Deutschland die vom deutschen Präsidenten Joachim Gauck und dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski gemeinsam eröffnete Sonderausstellung „Der Warschauer Aufstand“ im Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ entgegenwirken.

Bundespräsident Gauck betonte in seiner Rede, dass kaum ein anderes Land so lange von der Wehrmacht besetzt gewesen, so ausgeplündert und durch so systematischen Mord und Verschleppung entvölkert worden sei, wie Polen. In keinem anderen Land habe das NS-Regime so viele Konzentrationslager und Vernichtungslager errichtet, in denen Millionen Juden ermordet worden. Angesichts dieser Vergangenheit grenze es für ihn an ein Wunder, dass Deutsche und Polen heute gute Nachbarn und Freunde seien, fügte der Bundespräsident an.

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Über Brigitte Jaeger-Dabek 1468 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".