Erika Steinbach reist nach Polen

Erika Steinbach

Erika Steinbach,

Wie Bild online berichtet reist Erika Steinbach, die in Deutschland umstrittene und in Polen abgelehnte Vertriebenenpolitikerin Erika Steinbach am kommenden Sonntag für zwei Tage nach Polen. Dort wird die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach in ihren Geburtsort Rumia (Rahmel) bei Danzig. In diesem Ort war Erika Steinbachs Vater als Besatzungssoldat stationiert, die Familie stammte aus Westdeutschland.

Wie mitgeteilt wurde, tritt Erika Steinbach die Reise nicht als Privatperson, sondern als Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der Bundestagsfraktion der CDU an. Sie wird sich in Danzig mit Vertretern der Deutschen Minderheit treffen und dann mit Joachim Bleicker dem deutschen Generalkonsul in Danzig. Mit ihm wird sie die Gedenkstätte im kaschubischen Piasnica bei Puck besuchen. Dort wurden im Herbst 1939 von Angehörigen des zur SS gehörenden Volksdeutschen Selbstschutzes und SS-Einheiten über 10.000 Menschen ermordet, vor allem Angehörige der polnischen und kaschubischen Intelligenz, deutsche Regimegegner und Juden.
In Gdynia wird Steinbach in der Kirche des Heiligen Petrus an der Gedenktafel für die Opfer der Anfang 1945 versenkten Schiffe Wilhelm Gustloff, Goya und Steuben einen Kranz niederlegen.

Die polnische Regierung wurde von dem Besuch Steinbachs nicht informiert.

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1469 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".