Komorowski schlägt bessere Zusammenarbeit vor

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Der neue polnische Präsident KomorowskiDie letzte Station der ersten Auslandsreise von Polens neuem Präsidenten Bronislaw Komorowski hatte bereits nach Brüssel und Paris geführt, bevor er in Berlin Station machte. Die Gespräche machten deutlich, dass Komorowski Polen wieder stärker in die Zusammenarbeit der EU einbringen möchte. Das auch für die Nachbarn schwierige Kaczynski-Kapitel scheint erledigt zu sein und Polen wieder auf Partnerschaft bedacht zu sein. So schlug Komorowski  bei seinen Treffen sowohl Frankreichs Staatspräsident Sarkozy als auch Bundeskanzlerin Merkel eine Wiederbelebung des „Weimarer Dreiecks“ vor, das seit 2006 ohne Spitzentreffen still vor sich hin dümpelt. Die deutsch-polnischen Beziehungen sah Komorowski bei seinem Treffen mit Bundestagspräsident Norbert Lammert nach einer leid- und wechselvollen Geschichte im Stadium einer „positiven Schicksalsgemeinschaft“ angekommen.

Außerdem kündigte Komorowski an, sich verstärkt der polnisch-russischen Beziehungen anzunehmen, die durch die jüngste Geschichte stark belastet sind. Komorowski möchte die deutsch-polnische Aussöhnung als Muster nehmen und einen vergleichbaren Prozess mit Russland einleiten.

Die beiden Präsidenten Christian Wulff und Bronislaw Komorwoski besuchten gemeinsamdas ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort war im August 1944 der Kommandeur der polnischen Heimatarmee, General Stefan Grot-Rowecki, hingerichtet worden. Außerdem besuchten Wulff und Komorowski die Sonderausstellung „Vergessene Vernichtung?“ über die Verfolgung polnischer und tschechischer Intellektueller. Damit wollte Komorowski auch demonstrieren, dass Deutsche und Polen heute eine gemeinsame Sicht auf die Vergangenheit haben. Er wolle damit außerdem demonstrieren, dass man diese Vergangenheit nun hinter sich lassen und sich auf die Zukunft konzentrieren wolle, sagte Komorowski der FAZ. Die Aussöhnung sei ein Erfolg der Solidarnosc-Generation, betonte Komorowski, der damit in Berlin offenen Türen einrannte.

Der neue polnische Präsident Komorowski sei eine Riesenchance für das Verhältnis Deutschlands und Polens, die man beherzt ergreifen solle, kommentierte Wulff seine Gespräche mit Komorowski in Schloss Bellevue. Indem der polnische Präsident nach seinen Besuchen in Brüssel und Paris auch nach Berlin gekommen sei, habe er ein Zeichen für Europa, für die Aussöhnung beider  Länder und für eine zukunftsgerichtete Politik gesetzt, erklärte Wulff.

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1580 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".