Neues aus den Wintersportregionen Polens

 

Wintersport in Szczyrk, Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Skizentrum im Kurort Ustron erneuert 

Das Skiresort Poniwiec unterhalb des 866 Meter hohen Bergs Mala Czantoria im schlesischen Kurort Ustro? bekommt zur Eröffnung der Wintersaison ein neues Gesicht. Der einstige Schlepplift wurde durch eine moderne Sesselliftanlage der Schweizer Firma Bartholet ersetzt. Die 800 Meter lange Anlage ist mit 72 Vierersesseln ausgestattet und kann pro Stunde 1.500 Wintersportler befördern. Im Bereich der Gipfelstation wird zudem der sogenannte Free Park eröffnen. Die Freestyle-Anlage wird von der bekannten polnischen Snowboarderin Paulina Ligocka entworfen. Darüber hinaus wollen die Betreiber in naher Zukunft ein Hotel mit SPA-Betrieb eröffnen.

Zwei Tatra-Skigebiete wachsen zusammen 

Die beiden Tatra-Dörfer Bukowina Tatrza?ska und Bialka Tatrza?ska sind neben der nahe gelegenen polnischen Winterhauptstadt Zakopane die wichtigsten Skizentren in der polnischen Hochgebirgsregion. Bis 2015 sollen die beiden Orte mit zwei neuen Liftanlagen verbunden werden. Auf diese Weise sind für Wintersportler künftig alle Skiresorts in dieser Region gleichermaßen gut erreichbar. Die modernen Sechssitzer werden mit einer Schutzhaube ausgerüstet sein und entlang eines Bergkamms von Bialka in Richtung Bukowina führen. Der Baubeginn des rund 15 Millionen Euro teuren Projektes ist für das kommende Frühjahr vorgesehen. Bis Mitte 2015 muss das mit EU-Mitteln finanzierte Vorhaben abgeschlossen sein. Danach soll noch ein dritter Verbindungslift gebaut werden. Die beiden Nachbarorte haben ihr touristisches Angebot in den letzten Jahren stark erweitert. Neben zahlreichen Skipisten mit zusammen rund 30 Kilometern Länge gibt es dort auch zwei moderne Thermalbäder.

Bahnstrecke zwischen drei Kurorten erneuert

Rund 15 Millionen Euro kostete die Modernisierung der Bahntrasse zwischen den drei niederschlesischen Kurorten Polanica-Zdroj (Altheide-Bad), Duszniki Zdroj (Bad Reinerz) und Kudowa Zdroj (Bad Kudowa). Noch im Dezember 2013 sollen die ersten Züge zwischen den traditionsreichen Bäderorten wieder fahren. Dann wird es auch wieder eine durchgehende Verbindung von den beiden EC-Halten Legnica (Liegnitz) und Wroc?aw (Breslau) bis nach Kudowa Zdroj nahe der tschechischen Grenze geben. Auf der Strecke wurden nicht nur die Gleise ausgewechselt, auch ein Anfang des 20. Jahrhunderts entstandener Tunnel durch den Berg Grodziec und die fast zeitgleich entstandene Brücke bei Lewin K?odzko mussten instandgesetzt werden. Die Fahrzeit auf der Strecke kann nach Abschluss der Arbeiten verkürzt werden. Erneuert wurden auch die Bahnhalte in den drei Orten. Sie werden künftig barrierefrei zugänglich sein. Die drei im Glatzer Bergland gelegenen Kurorte werden auch von vielen deutschen Gästen besucht. Die Kurgesellschaften der drei Orte bilden seit einigen Jahren die Gemeinschaft der Glatzer Kurorte innerhalb der Polnischen Kurortegruppe PGU.

www.zuk-sa.pl

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".