Orkantief Xaver erreicht Polen

Das seit 36 Stunden über Norddeutschland tobende Orkantief Xaver hat auf seinem Weg nach Osten auch Polen erreicht. Bereits am gestrigen 5. Dezember hatte Meteorologische Institut IMGW vor starken Winden im Hurrikanlevel von über 119 km/h gewarnt. Vor allem die Küstenregion und ganz Pommern sei gefährdet, aber auch die Bergregionen im Süden Polens, besonders in Schlesien.

Während der Norden Deutschlands das Schlimmste hinter sich hat, liegt Polen nun voll im Griff des Orkans Xaver und sorgt dort für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Laut IMGW-Vorhersage werden am Nachmittag an der polnischen Ostküste Sturmböen von bis zu 135 km/h erwartet. Sämtliche Fährverbindungen über die Ostsee nach Skandinavien wurden daher für heute ausgesetzt.

Je nach Wetterlage werden die Fähren auch morgen noch in den Häfen bleiben. Rund 100.000 Haushalte sind in Polen derzeit ohne Strom. Umgestürzte Bäume haben mehrere Hochspannungsleitungen beschädigt. Im Süden ist vor allem Schleien betroffen und ganz besonders das Grenzgebiet zu Tschechien. Dort lassen zusätzlich Schnee und Eisglätte den Verkehr teils zum Erliegen kommen. Der Grenzübergang nach Tschechien bei Harrachov wurde für Lastwagen gesperrt, nachdem mehrere Lkw auf glatten Straßen liegenblieben.

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".