Polens Immobilienmarkt: Voraussetzungen für das Eigenheim

Polens Immobilienmarkt, Foto:  Pixabay.com/CC0 – kaboompics

Polen wird bei den Deutschen immer beliebter – etwa 9.300 Seen hat das Land zu bieten und zieht immer mehr Naturliebhaber und Fans des Wassersports an. Auch zum Leben ist Polen ein attraktives Land für Auswanderer, die sich ihren Lebenstraum vom Eigenheim erfüllen möchten. Nicht nur als Investition für die Zukunft, sondern auch zum Leben bietet das Land vielfältige Möglichkeiten und punktet dabei vor allem mit den geringen Lebenshaltungskosten.

Die Entwicklung des Immobilienmarktes

Wer in Polen ein Haus bauen oder kaufen möchte, hat viele Möglichkeiten, das perfekte Traumhaus für sich zu finden. Grundsätzlich hat sich der Immobilienmarkt dort in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, was neben Bauherren auch zahlreiche Investoren anlockt, die sich mit einer Immobilie absichern wollen. Für Deutsche ist der Grundstückskauf in Polen mittlerweile etwas leichter zu erreichen, denn noch vor und auch nach dem Beitritt von Polen in die Europäische Union hatte es das Land ausländischen Interessenten nicht ganz so leicht gemacht. Bis 2009 musste zunächst jeder Grundstückserwerb eines Zweithauses für Wohn- oder Erholungszwecke in Polen genehmigt werden.

Das ist jetzt nicht mehr so, weswegen Polen einen regelrechten Boom erlebte, was den Ankauf von Immobilien und Grundstücken anging. Die beste Auswahl an Häusern haben zukünftige Besitzer in Warschau, Krakau, Breslau, Danzig, Posen oder Lodz, aber auch außerhalb der Städte bietet Polen abwechslungsreiche Möglichkeiten des Grundbesitzes – auch in unterschiedlichen Preisklassen und Größenordnungen. Besonders beliebt sind dabei Ermland und Masuren für die Suche nach dem Traumhaus, welche durch die größte Seenlandschaft Polens besonders beliebt sind.

Möglichkeiten des Eigenheims

Käufer haben in Polen eine große Auswahl verschiedener Objekte, die für jeden Geschmack etwas bereithalten. So ist das Fertighaus nun auch in Polen sehr beliebt, wer selber Hand anlegen und sich den Traum individuell verwirklichen möchte, kann in Polen auch Rohbauten kaufen, welche natürlich auch günstiger sind und Käufern vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten einräumen. Etwas luxuriöser sind Seeimmobilien, Villen oder historische Gebäude, die genau das verkörpern, was viele mit der Landschaft Polens in Verbindung bringen.

Die Seeimmobilien befinden sich dabei in direkter Nähe zu einem See und verfügen zusätzlich meist noch über einen eigenen Steg. Auch eher außergewöhnliche Bauten wie Schlösser werden zum Verkauf angeboten – diese stehen sogar häufig unter Denkmalschutz, weshalb Hauskäufer hier nicht allzu viele Möglichkeiten haben, ihre eigenen Wünsche umzusetzen.

Preise für den Traum vom eigenen Haus

Auch in diesem Land gilt: Die Städte in Polen sind teurer als der Kauf von Immobilien auf dem Land. Warschau ist dabei eine der teuersten Regionen für angehende Hausbesitzer und zählt mit einem ungefähren Quadratmeterpreis von umgerechnet etwa 2.400 Euro sogar zu den teuersten Städten Europas, heißt es auf EINRICHTUNGSRADAR.de. Auf dem Land sind die Preise schon etwas günstiger, jedoch kommt es dabei hauptsächlich auf die Lage, die Art der Immobilie sowie die Größe an.

Die immer beliebter werdenden Fertighäuser sind teilweise schon für 50.000 Euro zu haben, für Einfamilienhäuser auf dem Land mit etwa 120 Quadratmetern zahlen Interessenten durchschnittlich 120.000 Euro. Im Vergleich zu Deutschland sind das moderate Preise für ein Eigenheim. Auch für Villen fordern die Polen teilweise schon weniger als 500.000 Euro, womit Käufer auch schon mit etwas weniger Kapital herrschaftliche Anwesen erwerben können.

 

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".