Totengedenken in Auschwitz-Birkenau

Am 27. Januar 1945 war das Wetter ähnlich wie heute. Eisig kalt war es und der Schnee lag hoch im ganzen Lager. Eisig kalt war es und der Schnee lag hoch im ganzen Lager. Einige Aschehaufen lagen auf dem Weiß, verbrannte Dokumente, ein Stück weiter Gebäudetrümmer, die von den Sprengungen der Krematorien und Gaskammern herrührten. Eine unwirkliche Stille lag über dem Lager, der Schnee dämpfte das dann doch immer stärker anschwellende Donnergrollen der nahenden Front. Kein Mensch war zu sehen, niemand traute sich aus der Baracke, auch wenn die Wachen längst verschwunden waren. Die gerade mal 7000 Gefangenen sind genauso fassungslos, wie die Soldaten und Offiziere der Roten Armee. Die einen, weil die Dimensionen der Mordfabrik, der Anblick der ausgemergelten Gefangenen und der Leichenberge schockierend ist, die anderen, weil sie nicht glauben können, dass sie den Albtraum Auschwitz überlebt hatten.

An diesen Tag erinnerten die gestrigen Feiern am internationalen Holocaust-Gedenktag. Die zentrale Gedenkfeier in Auschwitz begannen mit einem Sirenenheulen um 14 Uhr, dem Zeitpunkt,  als am 27. Januar 1945 Einheiten der 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front das Lager Auschwitz mit etwa 1200 Häftlingen, viele von ihnen Kinder befreiten. Im nahen Vernichtungslager Birkenau befreiten die Sowjetsoldaten mehrere Tausend Überlebende. Das Gros der Gefangenen, 58 000 Inhaftierte, waren zehn Tage zuvor von der SS bei eisiger Kälte auf einen Todesmarsch in Richtung Westen gezwungen worden.

Geleitet wurde die Feier vor dem Ehrenmal zum Gedenken der 1,1 Millionen in Auschwitz-Birkenau ermordeten Menschen von dem polnischen Schauspieler und ehemaligen KZ-Häftling August Kowalczyk.

Der polnische Ex-Außenminister und Deutschlandbeauftragte der polnischen Regierung Wladyslaw Bartoszewski  der selbst Auschwitz-Überlebender ist,, sagte  65 Jahre nach der Befreiung des Lagers hätten die Überlebenden ein Recht zu glauben, dass ihr Leiden einen Sinn gehabt habe, nämlich eine bessere Zukunft für alle Europäer aufzubauen.

Geleitet wurde die Feier vor dem Ehrenmal zum Gedenken der 1,1 Millionen in Auschwitz-Birkenau ermordeten Menschen von dem polnischen Schauspieler und ehemaligen KZ-Häftling August Kowalczyk.

Der polnische Ex-Außenminister und Deutschlandbeauftragte der polnischen Regierung Wladyslaw Bartoszewski  der selbst Auschwitz-Überlebender ist,, sagte  65 Jahre nach der Befreiung des Lagers hätten die Überlebenden ein Recht zu glauben, dass ihr Leiden einen Sinn gehabt habe, nämlich eine bessere Zukunft für alle Europäer aufzubauen.

Der polnische Ministerpräsident betonte: “Die Spuren dessen, was hier geschah, müssen für die Zukunft gesichert werden. Der polnische Staat wird das für die künftigen Generationen in der Welt tun.” Wie Donald Tusk und der polnische Präsident Lech Kaczynski. gedachte auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der Toten und erinnerte auch daran, dass ein Drittel aller “Gerechten unter den Völkern” Polen waren, die Juden meist unter Einsatz ihres Lebens gerettet hätten.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew nahm – obwohl vom polnischen Präsidenten Lech Kaczynski eingeladen – nicht an den Feiern teil. Er habe langfristig geplante Verpflichtungen als Grund für die Absage angegeben, erklärte die polnische Nachrichtenagentur PAP.

An Stelle von Medwedew war Andrej Fursenko, der russische Bildungsminister, angereist und erklärte: “Wir alle sind dafür verantwortlich, dass so etwas nie wieder geschieht.”

Die Bundesrepublik Deutschland wurde von der Staatsministerin un neuen Polenbeauftragten Cornelia Pieper (FDP) vertreten.

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1467 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".