Radurlaub in der unberührten Natur Polens

Radurlaub in Polen, Foto: Polnisches FremdenverkehrsamtFür Radurlauber ist Polen schon längst kein Geheimtipp mehr. Besonders der Norden des Landes eignet sich auch für weniger sportliche Radler und Familien mit Kindern. Zwar gibt es noch nicht so viele speziell für Radtouristen eingerichtete Routen wie in Deutschland, aber die Zahl der markierten Routen wächst ständig. Dazu finden sich abseits der Hauptverkehrswege wenig befahrene und für Radtouren hervorragend geeignete Landstraßen.

Radurlaub im Norden Polens
Sowohl die Pommersche Ostseeküste und ihr Hinterland als auch Masuren sind  Paradiese für Fahrradtouristen  . Von gelegentlichen Radausflügen von einem festen Standquartier aus bis zur mehrtägigen Radwanderung ist alles möglich. Über  3000 km markierter Radwege   gibt es in Polen, wobei es sich hier um markierte Streckenabschnitte von Landstraßen handelt. Neben den Autofahrbahnen herführende vom Autoverkehr separierte Radwege gibt es kaum. Meist führen die  markierten Wege allerdings über  wenig befahrene Landstraßen.

Das richtige Rad wählen
Man sollte bedenken, dass sowohl Masuren als auch die küstennahen pommerschen Gegenden keine flachen Gegenden sind, sondern hügelige Moränenlandschaften, deren höchste Erhebungen über 300 m hoch sind. Ganz anspruchslos sind die Strecken also nicht.

Eine gute Wahl für den Polenurlaub sind daher  Trecking- oder Mountainbike  s mit breiten, gut profilierten Reifen sowie Gangschaltungen mit genügend großer Variationsbreite. Dann erschließen sich dem Radwanderer auch die vielen Feld- und Waldwege, die oft auch Teile der markierten Routen sind.

Fahrradläden gibt es mittlerweile selbst in den kleineren Städten, gängige Ersatzteile und nicht zu ausgefallenes Reparaturmaterial bekommt man problemlos. Man kann  sich auch vor Ort ein  Fahrrad mieten  , wenn man nur ab und zu einen Ausflug unternehmen möchte, fast jede Pension und jedes Hotel bieten diesen Service mittlerweile an.

Radtouren in Masuren
Besonders Masurens Vielfalt bietet Traumhaftes für Radwanderer, die tiefen Urwälder und dünn besiedelten Landschaften des polnischen Nordostens, die wogenden Weizen- und Rapsfelder und die uralten Landstraßen mit ihren Sommerwegen, die durch grüne Tunnel führenden Alleen.  Immer wieder silbern blitzen silbern  Seen zwischen den Bäumen, mehr als  3000 solcher Seen   locken zu erfrischendem Bad, eine willkommene Abkühlung verheißend.

Wer eine mehrtägige ausgedehnte Radwanderung unternehmen möchte, kann auch auf einen der  zahlreichen Spezialanbieter   zurückgreifen, die solche Touren geführt und in kleinen Gruppen anbieten, auch kombinierte Rad- und Kajaktouren sind möglich.

In den Personenzügen der Polnischen Bahn PKP darf man Fahrräder gegen besondere Gebühr (ca. 50 % des Fahrpreises für eine Person) in den Abteilen für Reisende mit persönlichem Großgepäck mitnehmen. In Schnellzügen muss man sein Rad in einem gesonderten Gepäckwaggon zum Transport abgeben.


Über Brigitte Jaeger-Dabek 1468 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".