Test: Elektro-Kettensägen als Unterstützung im polnischen Herbst

Bohrhammer im Test Polen

Kettensägen im Einsatz beim Herbstschnitt, Foto: pixabay.com/CC0

In den polnischen Medien ist Jahr für Jahr die Rede vom “goldenen polnischen Herbst”, der auch 2019 nun wieder vor der Tür steht. In vielen Regionen werden anlässlich des nahenden Herbstes Weinfeste gefeiert, die eine Belohnung für die viele Arbeit auf den Weinbergen darstellen soll.

Abgesehen von kulturellen Veranstaltungen ist der Herbst in Polen aber auch verbunden mit einiger Gartenarbeit. Das ist in nahezu allen Ländern der Fall, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren. 2018 waren die Temperaturen bis zum Oktober noch angenehm, sodass die Gartensaison noch ein wenig verlängert werden konnte.

Während der Rasen seinen letzten Schnitt erhält, bekommen auch Hecken und Sträucher einen neuen Schnitt. Sowohl laubabwerfende Hecken als auch solche, die immergrün sind, können so im Herbst in Form gebracht werden. Während sich dünne Zweige noch sehr gut mit einer Gartenschere stutzen lassen, sollte für dickere Äste auf eine Kettensäge zurückgegriffen werden.

Kettensägen sorgen für sauberen Schnitt

Beim Beschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken ist ein sauberer gerader Schnitt wichtig, um zu verhindern, dass die Pflanzen zu starken Belastungen ausgesetzt sind. Daher sollte unbedingt vermieden werden, dass die Schnittstelle eingerissen ist oder die Baumrinde beschädigt wird. Im Garten reicht für diese Arbeiten eine Elektro Kettensäge aus.

Elektrogeräte aus Polen für den Garten

Polnische Hersteller für Gartengeräte gibt es nur wenige. Die Firma Dolpima stellte in der Vergangenheit unter anderem Elektro-Kettensägen für den polnischen Markt sowie für weitere Vertriebsländer her. Heutzutage gibt es die Modelle allerdings nur noch gebraucht und im Shop der polnischen Marke weitestgehend Zubehör. Die meisten polnischen Gartenbesitzer setzen daher auf Marken, die auch im deutschen Bereich bekannt sind, unter anderem Makita, Ryobi und weitere Unternehmen.

Stiftung Warentest testet elektrische Kettensägen

Wie die deutsche Stiftung Warentest mit Blick auf die Elektro Kettensäge betont, sind diese Modelle aufgrund des Antriebs besonders leise und damit nachbarschaftsfreundlich. Zwar hat die Stiftung Warentest schon mehrfach Kettensägen getestet, doch der letzte umfassende Vergleich erfolgte 2013. Seither haben sich sowohl Leistung als auch Handhabung signifikant verbessert.

Das zeigt ein aktueller Test des Magazins Sägebibel, bei dem noch einmal auf die Bedeutung von Hubraum und Schwertlänge verwiesen wird.  Im Vergleich zu den akkubetriebenen Kettensägen bieten die klassischen Elektro Kettensägen deutlich mehr Leistung. Dadurch muss gerade beim Kürzen von Bäumen viel weniger Kraft aufgewendet werden.

Preiswertes Modell setzt sich durch

Im Sägebibel Test hat sich mit der Ryobi Kettensäge RCS2340 ein sehr preiswertes Modell durchsetzen können. Über bekannte Versandhändler, wie unter anderem Amazon, lässt sich das Modell auch nach Polen bestellen (auch ein polnischer Support wird von Amazon mittlerweile geboten).

Die Elektro Kettensäge wird aktuell für rund 100 Euro im Handel angeboten und bietet eine Reihe von Vorzügen gegenüber der Konkurrenz. Neben der Leistungsstärke finden die Tester lobende Worte für die komfortable Handhabung. Darüber hinaus hat sich der Hersteller für den Einsatz einer automatischen Ölpumpe entschieden. Die Sicherheitsbremse erhöht den Handhabungskomfort und erleichtert auch Einsteigern ein sicheres Arbeiten.

Nach Angaben der Tester reicht das Ryobi Modell für den privaten Bereich aus. Ein wenig teurer ist die Elektro Kettensäge auf dem zweiten Platz. Das Modell KS 6024 Lamborghini stammt von dem Hersteller Tonino und wird in Deutschland gefertigt. Mit ihren 2400 Watt erweist sich die Säge als ausgesprochen leistungsstark. Die Schwertlänge von 40 Zentimetern reicht für den Einsatz im privaten Umfeld aus. Der Qualitätshersteller Makita hat sich wenigstens noch auf dem dritten Platz festigen können. Hier ist das Schwert mit 35 Zentimetern jedoch kleiner, für den Privatgebrauch aber noch ausreichend.

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".