66. Jahrestag des Warschauer Aufstandes

Das ganze erste Augustwochenende stand in Warschau unter dem Eindruck des 66. Jahrestag des Warschauer Aufstands. Am 1. August um 17 Uhr, 66 Jahre nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstands ertönten in der polnischen Hauptstadt sowie im ganzen Land die Sirenen. An der zentralen Feier auf dem Powazki-Friedhof nahmen auch der zukünftige Präsident Bronislaw Komorowski und Warschaus Oberbürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz teil.

Im Aufstand sehen die Warschauer die letzte Chance, die Stadt vor der totalen Zerstörung durch die deutschen Besatzer zu bewahren. Rund 25 000 schlecht bewaffnete Soldaten der polnischen Armia Krajowa (Heimatarmee) wagten den Aufstand gegen die bis an die Zähne bewaffnete Besatzungsmacht. Der Aufstand dauerte insgesamt 63 Tage, in denen an die 200 000 Menschen starben. Die Rote Armee stand am anderen Weichselufer vor den Toren Warschaus und griff nicht ein. Nach der Niederlage der Polen machten die Deutschen Warschau dem Erdboden gleich.

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".