Polen: Klassik-Festivals zur Osterzeit

Festival alter Musik Misteria Paschalia, LogoPolen veröhnt zur Osterzeit gleich mit zwei Klassik-Festivals der Extra-Klasse. Bereits in der 17. Auflage findet in Warschau vom 17. bis 29. März das Beethoven-Festival statt . Vom 25. bis 31. März findet in Krakau das Festival der alten Musik Misteria Paschalia statt.

Festival der alten Musik „Misteria Paschalia“ in Krakau feiert zehnjähriges Jubiläum

Das Festival „Misteria Paschalia“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Es hat sich in dieser Zeit zu einem der wichtigsten Festivals für Alte Musik in Europa entwickelt. Vom 25. bis 31. März werden weltbekannte Musiker, Ensembles und Dirigenten zu dem Musikereignis in Krakow (Krakau) erwartet.

Auf insgesamt sieben Konzerte können sich Musikfreunde während des Festivals zur Osterzeit freuen. Zu den Höhepunkten der Jubiläumsausgabe zählt das Premieren-Projekt „Copernicus“ des katalanischen Musikers und Dirigenten Jordi Savall. Er gastiert wie schon bei vergangenen Festivals mit seinen Ensembles Hespèrion XXI und La Capella Reial de Catalunya in Krakau. Die Aufführung ist dem weltberühmten Astronomen Nikolaus Kopernikus gewidmet und findet am 26. März in der Katharinenkirche statt.

Ein weiterer Höhepunkt wird das Konzert im südlich von Krakau gelegenen Salzbergwerk von Wieliczka am Ostersonnabend sein. In der 100 Meter unter der Erde gelegenen prachtvollen Kapelle der Heiligen Kinga werden die polnische Sängerin Agnieszka Budzinska-Bennett mit ihrem Schweizer Ensemble Peregrina sowie das international zusammengesetzte Ensemble La Morra auftreten. Unter dem Titel „Concinunt Insulae“ bieten sie Musik des 12. bis 15. Jahrhunderts von Inseln des Nordens und Südens Europas dar.

Eröffnet wird das Festival mit dem Oratorium von Georg Friedrich Händel „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ (Der Triumpf der Zeit und der Enttäuschung) in der Krakauer Philharmonie. Beteiligt ist unter anderem der italienische Dirigent Giovanni Antonini mit seinem Barockensemble Il Giardino Armonico. Zum Abschlusskonzert erklingt am Ostersonntag Musik von Händel, Vivaldi und Geminiani in der Philharmonie. Mit dem italienischen Dirigenten Fabio Biondi und seinem Ensemble Europa Galante werden dazu ebenfalls alte Bekannte des Festivals erwartet. Informationen zum Programm erhalten Sie unter www.misteriapaschalia.com

 

Beethovenfestival in Warschau erinnert an Geburtstage von Lutoslawski, Verdi und Wagner

Die 200. Geburtstage von Richard Wagner und Giuseppe Verdi stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des österlichen Beethoven-Musikfestivals in Polens Hauptstadt Warszawa (Warschau). Die Veranstalter erinnern aber auch an den 100. Geburtstag des polnischen Komponisten Witold Lutos?awski. Auf die Klassikliebhaber warten zwischen dem 17. und 29. März tägliche Konzerte. Neben weltberühmten Musikern und Klangkörpern werden auch preisgekrönte Nachwuchskünstler in Warschau auftreten.

Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner wird am 18. März im Teatr Wielki der zweite Akt von dessen Oper Tristan und Isolde aufgeführt. Mit dem Tenor Stefan Vinke als Tristan und der Sopranistin Evelyn Herlitzius als Isolde wurden zwei renommierte Wagner-Interpreten gewonnen. Der Österreicher Leopold Hager dirigiert an diesem Abend das Polnische Nationale Radio-Symphonieorchester aus Katowice (Kattowitz).

Giuseppe Verdi ist unter anderem der Abend des 25. März in der Nationalen Philharmonie gewidmet. In Zusammenarbeit mit jungen Musikern der Yale School of Music in den USA wird Verdis selten gespielte Oper Simon Boccanegra aufgeführt. Außerdem wird am 29. März Verdis Requiem in der Philharmonie erklingen. Krzystof Penderecki dirigiert an diesem Abend das Warschauer Philharmonische Orchester. Den folkloristischen Wurzeln von Witold Lutoslawski folgen am 24. März junge polnische Musiker im Konzertsaal des Polnischen Radios.

Wie schon in den vergangenen Jahren setzen die Festivalorganisatoren auf einen Mix aus bekannten Namen und preisgekrönten Nachwuchskünstlern. So wird der Heidelberger Violoncellist Nikolas Altstadt, Preisträger des Credit Suisse Young Artist Awards im Jahre 2010, mit Musik von Witold Lutoslawski zu erleben sein. Der junge mazedonische Pianist Simon Trpceski, Gewinner mehrerer internationaler Preise, präsentiert sich mit Klaviermusik von Franz Schubert.

Dem Namenspatron des Festivals ist unter anderem die feierliche Eröffnungsveranstaltung am 17. März in der Nationalen Philharmonie gewidmet. Beethovens Symphonie Nr. 9 wird dargeboten von jungen Musikern des polnischen Beethoven Academy Orchestra und dem Chor der Krakauer Philharmonie. Zu den regelmäßigen Gästen des Festivals gehört der österreichische Pianist Rudolf Buchbinder, der am 28. März mit Musik von Beethoven, Haydn und Schubert zu erleben ist. Zu weiteren Teilnehmern des 17. Beethoven-Festivals zählen das Wiener Artis Quartett, das Symphonieorchester des MDR sowie das Tokyo String Quartett.

Das Beethoven-Festival zählt zu den bedeutendsten Klassikfestivals in Polen. Begleitend zum Festival in Warschau werden an der Jagiellonen-Universität in Krakow (Krakau) Handschriften von Beethoven ausgestellt.

Tickets für beide Festivals können über die Internetseite www.eventim.pl bestellt werden:

Quelle: Polnisches Fremdenverkehrsamt

 

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1491 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".