Berlin: Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944” eröffnet

Ausstellung zum Warschauer Aufstand 1944, Foto: Ausstellungsplakat, topographie.deDas Projekt, das von der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin und dem Museum des Warschauer Aufstands in Warschau aus Anlass des 70. Jahrestages des Beginns des Warschauer Aufstands in Kooperation vorbereitet wurde, ist eine Veranstaltung, wie es sie in der Geschichte der gegenwärtigen deutsch-polnischen Beziehungen noch nicht gegeben hat.
„Wir freuen uns, dass wir diese Ausstellung an einem so einzigartigen Ort präsentieren können, wie es das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors ist”, sagte Jan Oldakowski, Direktor des Museums des Warschauer Aufstands.

Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin steht auf einem besonderen Gelände: bis 1945 befanden sich dort die Reichsführung-SS und die Zentralen der Gestapo und des SD. Heinrich Himmler hatte dort seinen Sitz, in der Nähe war auch das Reichsluftfahrtministerium Görings angesiedelt. Es war ein Ort, an dem das Schicksal Warschaus und seiner Einwohner besiegelt wurde, als man den Beschluss zur totalen Zerstörung der Hauptstadt eines europäischen Staates fasste.

„Der Warschauer Aufstand 1944 fiel in die Zeit nach der Landung der Westalliierten in der Normandie und nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, als die Wehrmacht an allen Fronten weit zurückgeworfen wurde und sich die deutsche Kriegsniederlage endgültig abzeichnete. In diesem Moment brach der Aufstand los und wurde mit den der NS-Führung noch zur Verfügung stehenden Mitteln niedergeschlagen und mit ungeheuerlichen Vergeltungsmaßnahmen bestraft”, sagte Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.

Die Ausstellung ist vom 30.7.2014 bis zum 26. Oktober 2014 geöffnet

 

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1455 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".