Es tut sich was in Sopot

Sheraton Hotel Sopot

Sheraton Hotel Sopot, Foto: B.Jäger-Dabek,

Bereits in den 1920er Jahren war das damalige Zoppot einer der bekanntesten Badeorte an der Ostsee. Das soll nun wieder so werden. Wo einst das mondäne Leben der Reichen und Schönen zu Hause war blieben bei Kriegsende nur Trümmer. Bald prägten in der Nachkriegszeit schlichte Zweckbauten das Bild. Das soll sich ändern, Sopot spendiert sich ein modernes Zentrum für insgesamt rund 100 Millionen Euro.

Bereits im Juli 2008 eröffnete unmittelbar neben der berühmten Seebrücke das neue Luxushotel Sheraton, eine der exklusivsten Herbergen an der Ostseeküste. Nach dem legendären Grand Hotel, das 2006 nach umfangreicher Sanierung unter der Marke Sofitel neu eröffnete, erhält Sopot bereits das zweite 5-Sterne Haus. Anfang Juni öffnete daneben das größte Konferenzzentrum der Region und ab Herbst erwartet ein 2.000 qm großes Luxus-Spa die Hotelgäste und Tagesbesucher.

Am 18. Juli wurde das Centrum Haffnera mit Kurhaus und Handelszentrum eröffnet. Das neue Kurhaus schließt unmittelbar an das Sheraton an und bildet mit ihm eine architektonische Einheit. An gleicher Stelle befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg bereits ein sehr elegantes Kurhaus, von dem nur eine Rotunde erhalten blieb. Sie wird in den neuen Bau integriert und als Restaurant genutzt. Das Gebäude wird darüber hinaus einen Wellness- und Tagungsbereich enthalten sowie die renommierte Staatliche Kunstgalerie von Sopot beherbergen. Ebenfalls im Kurhaus Dom Zdrojowy,ist die städtische Touristeninformation untergebracht.

Mit mehr als 4.000 qm Fläche, einem prächtigen Ballsaal, einem Multifunktionssaal für mehr als 600 Besucher und sieben weiteren Konferenzräumen entstand in Sopot das größte und modernste Konferenzzentrum im Bereich der Danziger Bucht. Es ist Anfang Juni eröffnet worden. In der alten Rotunde kann man künftig leichte und gesunde Küche aus fünf asiatischen Ländern mit Blick auf die Ostsee genießen. Im Erdgeschoss öffnet ein stilvolles Café und im Kellergeschoss mit seinen 100 Jahre alten Backsteinmauern können die Gäste den Abend bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen.

Im benachbarten Wellnesscenter werden unterdessen die Ausbauarbeiten noch bis zum Ende des Sommers andauern. Auf 2.000 qm Fläche werden Hotelgäste und Tagesbesucher Entspannung für Körper, Geist und Seele finden. Ein großer Fitnessbereich, ein Mind-Body-Spirit-Studio und eine Badelandschaft mit mehreren Saunen stehen den Gästen dort zur Verfügung. Die perfekte Entspannung zu zweit kann man in der Rasul-Suite oder dem Private Spa finden. Für die Behandlungen wird Heilwasser von Sopot neben Kosmetikprodukten der Luxusmarken Dermalogica und Anne Sémonin verwendet. In der Club Lounge und dem Spa-Café mit Sommerterrasse kann man danach entspannt den Blick über die Ostsee schweifen lassen oder in den Wintermonaten die wohlige Wärme am Kaminfeuer der Bibliothek genießen. Das Handels- und Geschäftszentrum mit Restaurants und Multikino knüpft architektonisch an den Stil der Bäderarchitektur an.

Das gesamte Projekt, das die Stadtväter vor zwölf Jahren begannen, trägt den Namen Centrum Haffnera. Es erinnert an Jean-Georg Haffner, einen Arzt in Napoleons Armee, der 1823 den Kurbetrieb in Sopot begründete.

Geplant ist am Zoppoter Seesteg auch der Bau einer Marina. Dank der Mitfinanzierung seitens der EU in Höhe von 81 Millionen Z?oty wird am Ende des Seestegs ein Yachthafen mit 63 Liegeplätzen gebaut. Die ersten Yachten sollen hier im Sommer 2011 festmachen. Eine weitere Marina 500 Meter vor dem Ufer ist in Planung, sie wird durch eine Mole mit dem Festland verbunden sein und 350 Liegeplätze bieten.

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".