Hohe Kosten bei Auslandsüberweisungen nach Polen vermeiden

Auslandsüberweisungen nach Polen können teuer sein, Foto: pixabay.com, CC

Auslandsüberweisungen nach Polen können teuer sein, Foto: pixabay.com, CC0

Polen ist ein EU-Land mit eigener Währung – dem Zloty. Viele Polen arbeiten in Deutschland und passieren täglich die Grenze Deutschlands und Polens, anders herum fahren auch viele Deutsche in Grenznähe zum Einkaufen nach Polen. Die östlichste Stadt Deutschlands – Görlitz, ist sogar in einen deutschen und einen polnischen Teil geteilt. Im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Landeswährungen entsteht hier die Problematik, dass es bei Überweisungen von Polen nach Deutschland oder umgekehrt aufgrund des Währungswechselkurses zu teilweise hohen Gebühren kommen kann. Diese Kosten können jedoch weitestgehend minimiert werden, wenn man auf gewisse Dinge achtet.

Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten für eine Überweisung nach Polen zur Verfügung. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der entstehenden Kosten sowie in der Dauer der Überweisung. Um von möglichst günstigen Wechselkursen und niedrigen Gebühren zu profitieren, sollte man sich daher genau informieren, wenn man Geld von Deutschland nach Polen überweisen möchte.

Filialbank bzw. Hausbank

Wer auf dem klassischen Weg Geld über die Hausbank oder eine andere Filialbank nach Polen überweisen möchte, hat zwei Möglichkeiten. Entweder er überweist in Euro oder aber direkt in Zloty. Viele Polen haben beispielsweise Euro Konten für genau diesen Zweck. Grundlegend kann man also festhalten, dass eine Überweisung in Zloty nach Polen ausgeführt wird, fallen teils hohe Gebühren für Auslandsüberweisungen an. Ist der Geldempfänger jedoch im Besitz eines Euro Kontos, kann man den Geldtransfer auch kostenlos, per SEPA Überweisung durchführen. Was ist aber, wenn der Empfänger eben nicht über ein Euro Konto verfügt?

Externe Finanzdienstleister

Zwar sind Banken noch immer marktführend im Bereich Auslandsüberweisungen von Deutschland nach Polen, dennoch stellen diese nicht die einzige Option dar. Seit geraumer Zeit ist es auch unabhängigen Drittanbietern erlaubt, Auslandsüberweisungen für Dritte durchzuführen. Durch diesen Wettbewerb zwischen Banken und externe Dienstleister sind die Kosten zum Teil stark gesunken, der Kunde hat nicht mehr alle anfallenden Gebühren zu tragen und auch aus den Wechselkursen wird weniger Profit geschlagen. Über Finanzdienstleister wie etwa azimo.com, können die Kosten einer Überweisung im Vergleich zu anderen Anbietern sehr gering gehalten werden.

Auch die Dauer entscheidet

Wer verschiedene Banken und Online-Anbieter nach den jeweiligen Kriterien vergleicht, kann somit bares Geld bei einer Überweisung nach Polen sparen. Noch immer nutzen viele Banken die Gutgläubigkeit und das Vertrauen der Verbraucher aus und verlangen ungerechtfertigt hohe Gebühren. Je nach Betrag, der überwiesen werden soll, lohnt sich ein genauer Vergleich also in jedem Fall. Wem die Schnelligkeit am wichtigsten ist, der fährt am besten mit Western Union – das Geld ist dann innerhalb weniger Minuten auf dem Empfängerkonto. Hier fallen aber auch hohe Gebühren an. Wer Finanzdienstleister wie oben erwähnte Anbieter nutzt, kann damit rechen dass das Geld spätestens nach 24 Stunden auf dem Konto des Empfängers eingeht, die meisten Banken benötigen zwei bis drei Werktage, unter Umständen auch länger.

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1465 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".