Polens Wirtschaft auf Wachstumskurs

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Boomtown Warschau - Symbol des Wachstums in Polen

Boomtown Warschau – Symbol des Wachstums in Polen; Foto: Wikimedia, DocentX,

Nur die Slowakei erreichte zwischen 2005 und 2011 von allen EU-Ländern ein höheres Wachstum in der Industrieproduktion als Polen. Polen erzielte 2011 das dritthöchste BIP-Wachstum in Europa. Gründe dafür waren die weiterhin solide Binnennachfrage und die EU- Co-Finanzierung vieler Projekte. Für 2012 wird von Experten in Polen ein BIP-Wachstum von 2,5% erwartet. Damit könnte Polen mit dem höchsten Wachstumstempo in Europa rechnen. Dafür sprechen die weiterhin hohe Investitionsausgaben im Privatsektor, die Umsetzung von Infrastrukturprojekten auch im Zuge der EURO 2012 und der beständige Zufluss von Direktinvestitionen aus dem Ausland.

Untersuchungen von Eurostat ergaben, dass sich Polens Industrieproduktion in den Jahren 2005 bis Dezember 2011 mit dem zweithöchsten Tempo in Europa entwickelte – nur die Slowakei erzielte ein höheres Wachstum. Bei einem Ausgangswert von 100 wuchs Polens Industrieproduktion in diesen Jahren auf den Endwert von 141,7. Der Durchschnitt der 27 EU-Länder  lag erreichte nur 96,5. Das ist hauptsächlich im deutlichen Rückgang in Griechenland (69,4), Italien (77,6) und Spanien (80,4) begründet.

Polen erzielte 2011 mit 4,3 Prozent das dritthöchste BIP-Wachstum in Europa. Die Plätze eins und zwei belegten Litauen mit 5,4 und Lettland mit 5,3 Prozent. Diese Entwicklung beeinflussten in Polen diese Faktoren: Der weiter steigende private Konsum wurde durch die Förderung des Arbeitsmarkts und das steigende Verbrauchervertrauen begünstigt. Gleichzeitig gingen die öffentlichen Ausgaben zurück durch die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen. Dazu wurde auf  Seiten des Privatsektors der Zugang zu Darlehen verbessert was die Privatinvestitionen förderte.

Die wachsenden Investitionssummen in Polen wurden obendrein durch die Mitfinanzierung aus EU-Mitteln begünstigt. Dazu gelang es, die Zahlungsbilanz durch eine deutliche Entwertung des polnischen Zloty in der zweiten Jahreshälfte zu verbessern.

Die EU-Kommission beurteilt die Entwicklungsmöglichkeiten Polens dahin gehend, dass die Investitionsfreudigkeit in Polen auf hohem Niveau anhalten wird, insbesondere die Privatinvestitionen werden weiter wachsen. Der Unternehmenssektor wird sich voraussichtlich durch den Kapitalzufluss aus dem Ausland und durch Reinvestitionen weiter entwickeln. Die Ausgaben aus dem Staatshaushalt für Infrastrukturprojekte werden durch die Umsetzung von Projekten im Straßenbau insbesondere im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2012 in Polen beschleunigt.

Die Prognosen der Europäischen Kommission lassen erwarten, dass sich Polen 2012 mit 2,5 Prozent mit dem höchsten Wachstumstempo in Europa entwickeln wird. Insgesamt wird von einer spürbaren Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den ersten zwei Quartalen und einem moderaten Wachstum im dritten und vierten Quartal 2012 ausgegangen. Für die Gesamtheit der EU-Länder erwartete die EU-Kommission 2012 ein unverändertes BIP und in den Euro-Ländern einen Rückgang von 0,3 Prozent.

Quelle/Zahlen: PAIZ, Polnische Agentur für Information und Auslandsinvestitionen

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1631 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".