Warschauer Festival Chopin und sein Europa – Von Chopin zu Lutoslawski

Chopin in seinem Europa 2013, FestivalplakatBeim Internationalen Musikfestival „Chopin und sein Europa“ wird in diesem Jahr mit Chopin nicht nur Polens größtes Musikgenie aller Zeiten geehrt. Vom 15. August bis 1. September feiert man in der polnischen Hauptstadt Warszawa (Warschau) auch den bedeutenden Komponisten Witold Lutoslawski, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Das im Jahre 2005 gegründete internationale Festival Chopin und sein Europa zeigt Chopin als großen Europäer und als Wegbereiter der Moderne in Polen. Dieser breite kulturelle Kontext macht deutlich, wie groß Chopins Einfluss und Inspiration auch für ihm später folgende polnische Komponisten war. In diesem Jahr wird das im Rahmen des Festivals am Beispiel Lutoslawski demonstriert, dessen hundertsten Geburtstag Polen 2013 feiert. So ist das Festival „Chopin und sein Europa“ nicht nur ein Highlight für Liebhaber der Romantik.

Martha Argerich, Gerhard Oppitz oder Nikolay Lugansky sind nur einige der weltberühmten Pianisten, die zum diesjährigen Festival in Warschau erwartet werden. Das Auftaktkonzert ist mit dem Chopin-Preisträger Dang Thai Son und dem Tschaikowski-Preisträger Barry Douglas hochkarätig besetzt. Krzysztof Penderecki, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, wird das Russische Nationalorchester leiten. Gemeinsam lassen die Spitzenkünstler an diesem Abend Werke von Chopin, Lutoslawski und von Penderecki selbst erklingen.

Mit Spannung erwartet wird auch das Konzert des jungen russischen Musikers Nikolay Khozyainov mit Werken von Haydn, Chopin und Franz Liszt. Der 1992 im sibirischen Blagoweschtschensk geborene Pianist war beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 der jüngste Finalist aller Zeiten. Am historischen Piano spielen Künstler wie die Deutschen Tobias Koch und Sebastian Knauer, die japanisch-französische Pianistin Akiko Ebi oder die Chopin-Preisträgerin Dina Yoffe. Den krönenden Abschluss bildet die Aufführung der Messa da Requiem von Giuseppe Verdi. Die international renommierten Solisten wie Carmen Giannattasio oder Rafal Siwek treten gemeinsam mit Chor und Orchester der Polnischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Jan Kaspszyk auf. Im Rahmen des Festivals läuft auch der Dokumentarfilm „Bloody Daughter“ von Stéphanie Argerich über ihre Mutter Martha.

Weitere Informationen und Tickets (Sitzplätze zwischen 30 und 150 Zloty):

Festival Chopin and his Europe

Über Brigitte Jaeger-Dabek 1450 Artikel
Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".