Deutsch-polnisches Handelsvolumen steigt weiter steil an

Internationale Messe Poznan, Foto: Radomil, CC-BY-SA-3.0-migrated

Deutsch-polnisches Handelsvolumen: Internationalen Messe Poznan,

Polen wird zunehmend wichtig als Handelspartner für Deutschland. Das deutsch-polnische Handelsvolumen stieg im Vorjahr um 9,3 Milliarden Euro auf 87,4 Milliarden Euro. Damit war Polen im Jahr 2014 der wichtigste Handelspartner im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa. Insgesamt wichtigster Handelspartner Deutschlands ist Frankreich mit einem Volumen von 169,6 Milliarden Euro. Es folgen die Niederlande mit einem Handelsvolumen von 161,2 Milliarden Euro und China mit 154 Milliarden Euro. In dieser Liste steht der deutsch-polnische Handel inzwischen auf Platz acht mit weiter steigender Tendenz.

Dies berichtet das Statische Bundesamt in seiner Liste der Rangfolge deutscher Außenhandelspartner. Als Handelspartner hat Polen mit dem Plus von 9,3 Milliarden Euro auch insgesamt stark an Bedeutung gewonnen. Unter den östlichen Nachbarländern ist Polen nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts der bei weitem wichtigste Handelspartner. Gefolgt wird Polen von Tschechien mit einem Umsatz von 70,4 Milliarden Euro, das insgesamt unter allen Handelspartnern der Bundesrepublik den elften Platz einnimmt. Russland schließt sich daran mit einem Umsatz von 67,7 Milliarden Euro an und belegt den Gesamtplatz 12.

An der Spitze der Liste der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland liegt seit Jahren unangefochten Frankreich. Das deutsch-französische Handelsvolumen betrug 2014 169.6 Milliarden Euro, die USA liegen mit 133,6 Milliarden Euro erst auf Platz vier, Großbritannien mit 126,3 Milliarden Euro auf Platz fünf. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien, Österreich, Polen, die Schweiz und Belgien. Polen allerdings überholte 2014 sowohl Belgien, als auch die Schweiz und stieg von Platz zehn auf Platz acht auf.

Kein Wunder also, dass sich die beiden Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Janusz Piechocinski (PSL) bei den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen am 27. April 2015 in Warschau sehr zufrieden zeigten. Beide Minister verabschiedeten eine Gemeinsame Erklärung zu den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen und bekräftigt, die bilateralen Beziehungen weiter vertiefen zu wollen. Beide Wirtschaftsminister wollen weiter entschlossen für ein stärkeres Europa der Stabilität und des Wachstums eintreten. Das bilaterale Handelsvolumen habe sich seit 1995 mehr als versechsfacht und sich als stabile, dynamisches Wirtschaftspartnerschaft etabliert. Der Zuwachs des gemeinsamen Handelsvolumens um gut elf Prozent auf 87 Milliarden Euro belege das.

Deutschland ist Abnehmer eines Viertels der polnischen Exporte und Lieferant von mehr als einem Fünftel der Importe. Fahrzeuge, Maschinen und Chemie stehen ganz oben in der bilateralen Handelsstruktur.

Quelle: https://kolonia.trade.gov.pl

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".