Polen fordert Wrack der Präsidentenmaschine zurück

Der polnische Justizminister Krzysztof Kwiatkowski forderte von Russland am Mittwoch die sofortige Rückgabe des Wracks der am 10. April bei Smolensk abgestürzten Präsidentenmaschine, in der neben Präsident Lech Kaczynski und dessen Frau 94 weitere Polen starben.

Kwiatkowski sagte am Mittwoch in Warschau, nach internationalem Recht sei die Republik Polen Besitzer der Maschine und von allem, was nach der Katastrophe von ihr noch übriggeblieben sei. Deshalb erwarte Polen, dass die Trümmer in kürzester Zeit zurückgegeben werden führte der Minister Kwiatkowski an.

Obendrein warf Kwiatkowski den russischen Behörden vor, sich in keiner Weise um den Schutz des Wracks zu kümmern, das derzeit auf dem Flughafen Smolensk liegt. Die Trümmer seien sowohl für die Ermittlungen als auch für die Angehörigen der Opfer wichtig. Der Minister appellierte an Moskau das Wrack an Polen abzugeben, wenn man in Smolensk derartige Schwierigkeiten habe, das Wrack zu schützen, man könne die Trümmer sehr schnell nach Polen holen. Auch Jaroslaw Kaczynski, der Zwillingsbruder des verunglückten Präsidenten hatte bereits die Rückgabe der Wrackteile gefordert und sich darüber empört, dass die Trümmer schutzlos der Witterung ausgesetzt seien, nicht einmal eine Absperrung gäbe es dort.

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Brigitte Jäger-Dabek kennt Polen seit vielen Jahren und ist als freie Journalistin Polen-Expertin. Sie ist Autorin des preisgekrönten Buchs "Länderporträt Polen".